facharzt - ANTIPSYCHOTIKA
   
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ANTIPSYCHOTIKA:
·        Atypische AP= 2. Generation
·        AP der 3. Generation: Aripiprazol
·        Typische AP= 1. Generation
 
ATYPISCHE ANTIPSYCHOTIKA:
·         Amisulprid  (Benzamid):                                                           Solian
·         Clozapin       (Dibenodiazepin):                                                Leponex
·         Olanzapin    (Thienobenzodiazepin):                                     Zyprexa
·         Quetiapin     (Dibenzothiazepin):                                 Seroquel
·         Risperidon  (Benzisoxazolderivat):                            Risperdal
·         Ziprasidon  (Benzisothiazolylpiperazin):                 Zeldox
Indikation:
·         Zugelassen für KJP:
Risperidon (schizophrene Psychosen, ErhaltungsTH, Rezidivprophylaxe; man. Episoden, chron. Aggr., Strg. Impulskontrolle, Verhaltensstrg. Bei Intelligenzminderunug ab 5 J.);
Clozapin (therapieresistente Schizophrenie) ab 16 J
·         Erw.: akute u. chron. Psychoasen, Phasenprophylaxe bei bipol. Affelt. Atrg.;
akute Manie (Olanzapin, Risperidon, Quetiapin)
·         Weitere: frühkindl. Schizophrenie (Risperidon, Quetiapin, Olanzapin); antiman., antidepr. und stimmungsstabilisierend (Clozapin, Olanzapin, Risperidon); wahnhafte Depressionen; KombinationsTH bei Zwangsstrg. (Risperidon, Olanzapin, Clozapin); Linderung v. Reizbarkeit, aggress. Verh., Bewegungsstereotypien, imulsives Verhalten bei tiefgreifenden Entw.strg., intellektueller Retardierung, oppsosit. Verh., Strg d. SV (Risperidon); Tic, Tourette (Risperidon, Olanzapin, Ziprasidon); psychostimulanzienbedingte Psychosen (Risperidon); SVV (Risperidon, Clozapin); PS; Reaktive Bindungsstrg.; Bewegungsstrg.; Suizidalität bei Pat. mit Schizophrenie (Clozapin, Olanzapin); Anorexia nerv. (Olanzapin, Risperidon)
Pharmakodynamik:
·         3 Gruppen: a) vorwiegend 5-HT2 u. geringere D2_Rezeptorblockade;
b) rasche Dissoziation vom D2-Rezeptor; c) vorwiegend limbische Selektivität;
Ziprasidon hemmt sowohl Serotonin- als auch Noradrenalinwiederaufnahme
Dosierung:
·         Olanzapin bei jungen männl. Rauchern meist höher dosiert; Clozapin über 300 mg auf meherere Gaben pro Tag verteilt (Cave! Krampfanfälle); Quetiapin u Ziprasison 2 x tägl
Artr der Anwendung:
·         Oral: zu Mahlzeiten od. vor Milch, H2O, Orangensaft; kein Apfel- oder Grapefruitsaft; erst nach Antazida od. Antidiarrhoika (vermindern Absorption d. AP); Resorption von Ziprasidon durch fette Nahrung erhöht; Schmelztbl./flüssig bei Incompliance...
·         Kurzwirksame i.m. Injektion: Ziprasidon/Olanzapin (keine Daten zu Kindern)
·         i.m.-Depot (Risperdal-consta)
Pharmakokinetik:
·         oral: Olanzapin Kinder (10-18 J.) entspricht Erw. Nichtrauchern; Quetiapin gleich; nach Absetzen von Clozapin und Quetiapin schnell aus Plasma und ZNS und Wiederauftreten der Symptome
·         Schmelztbl. innerh. 30 sec. aufgelöst und 2 min. resorbiert
·         Ziprasidon i.m. dosisabhängig, innerh. Von 30 min
·         i.m.-Depot: 1% sofort freigesetzt; Hauptmenge nach 3 Wochen; wirksame Plasmaspigel nach 4-6 Wochen; steady-state nach 4 Injektionen; wirksame Plasmaspiegel 4-6 Wochen nach der letzten Injektion
NW:
·         in KJP häufiger
·         ZNS: (Kognitive Strg: Antagonismus an H1-Rez, muskarinischen Acetylcholinrez. U. alpha-Adrenorez.): Sedierung,Schlafstörungen, Albträume, Verwirrtheit, c-Störungen, Orientierungsstörungen, Dysphorie, Verbesserung kognitiver Leistungen, Exazerbation Zwang, (Hypo)Manie, Unruhe, Ängstlichkeit; (Neurolog. Strg.: Antagonismus am Dopamin-D2-Rezeptor): Cephalea, Krampfschwelle gesenkt, Myoklonien, EEG-Veränderungen, Tics, Kataplexien, EPS, Dystonien, Dyskenisien, Akathisie, Dysphagie, Hypersalivation, Verlust des Schluckreflexes, Harninkontinenz, Spätdyskenisien
·         Anticholinerg (Blockade muskarinischer Acetylcholin-Rez.): Mundtrockenheit, Verschwommensein, trockene Augen, Obstipation, Harnverhalt; anticholinerges Syndrom (Desorientiertheit, Verwirrtheit, Gedächtnisverlust, Fieber, Tachykardie)
·         KV (Antagonismus an den alpha-adrenergen und muskarinischen Acetylcholin-Rez.): Hypotonie, RR-Anstieg, Tachykardie, Schwindel, EKG-Veränderungen, Herzrhythmusstörungen, Myokardinfarkt, Myokarditis
·         GI: Gewichtszunahme, Hyperprolaktinämie, Steroidimbalance, Gewichtsabnahme, Magen-Darm-Beschwerden, Dysphagie, Obstipation, Diarrhoe, Übelkeit, Refluxösophagitis, Hypersalivation, Schluckstörungen, Schluckauf
·         Sex (Blockade von Dopamin-D2, Acetylcholin-, M1, alpha1 und HT2-Rezeptoren): Libidoverlust, erektile Beeinträchtigung, Impotenz, Ejakulationsschwäche, retrograde Ejakulation, Anorgasmie
·         Endokrin: Prolaktinspiegelanstieg, Wachstumsverzögerungen, verspätete Pubertät, Brustvergrößerung, Laktation, Amenorrhoe, Osteoporose, Gynäkomastie, Galaktor-rhoe, Hyperglykämie, Glykosurie, Diabetes, Hyperlipidämie; ADH-Fkt.strg., Hypo-natriämie, Polydipsie, Polyurie, Natriumspiegelkontrollen, Quetiapin, Abnahme T4-c
·         Linsenveränderungen (Quetiapin; Spaltlampenuntersuchungen alle 6 Monate), Isotropie (Olanzapin)
·         Photosensitive/allerg. Reaktionen, Hautreaktionen, Ikterus, transiente asymptomatische Transaminasenerhöhung, Pankreatitis, Myalgien, Rhabdomyolyse, Agranulozytose (Clozapin wöchentl. KO Diff.BB in ersten 18 Wochen; Halsschmerzen, Fieber, Schwäche, Mundschleimhautinfektionen), Eosinophilie, Leukopenie, transiente Leukozytose, malignes neuroleptische Syndrom (Fieber bis 42 Grad, Rigor, Tachykardie, Bewußtseinsstörungen, autonome Beeinträchtigung, CK-erhöhung; Tod durch Kreislaufversagen, respiratorische Insuffizienz, Nierenversagen; Verlegung auf Intensivstation, Dantroleninfusionen (3-10mg/kg/Tag) in Kombination mit Bromocriptin (7,5-60mg/Tag oral) oder Amantadin (200-400mg/Tag), Beh. d. Hyperthermie: Kühlen)
·         Hyper/Hypothermie
·         Erhöhung der Harnsäure (Olanzapin), Rhinitis
Absetzen der Medikation:
·         24-48 h nach Absetzen evtl.: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Tremor, Hitzewallungen, Kälteschauer, Schwitzen, Tachykardie, Cephalea, Schlafstörungen; bis zu 14 Tage; Clozapin: Agitation, Aggression, Delir, Psychose, schwitzen, Bewegungsstörungen; Dosisred. 25-100mg/Woche)
·         Tardive Syndrome: Spätdyskenesie, tardive Dystonie, tardive Akathisie evtl. demaskiert
·         Schrittweise über mehrere Wochen oder Monate absetzen
Vorsichtsmaßnahmen/KI:
·         Cave bei KV-Erkr., chron-respiratorischen Strg., zerebralen Anfallsleiden
·         Leberfunktionsstörungen (KO d. Transaminasen)
·         Regelmäßige EKG-KO bei QTc-Intervall > 420 ms; Dosisred. bei > 500 ms; kein Ziprasidon
·         Kein Clozapin bei schweren Herzerkr.
·         Familienanamnese bzgl. Herversagen positiv: eingehende
Überdosierung:
·         Verstärkung der bekannten NW: anticholinerge und EP-Symptomezunächst Erregung dann Dämpfung; Schock, Koma, Herzinsuffizienz,Herzinfarkt, Arrhytmien, Krampfanfälle; permanente EKG Überwachung bei Ziprasidon und Clozapin-Intox.
Wechselwirkungen:
·         Antazida, Aktivkohle (orale Rsorption vermindert)
·         AD (atropinähnliche Wirkungen verstärkt)
·         Antihistaminika (Potenzierung der QT-Verlängerung)
·         Antihypertensiva (additive RR-Senkung)
·         Phenytoin, Phenobarbital (KOMBI mit Clozapin VERMEIDEN! Agranulozytose)
·         Benzos (sedative Wirkung verstärkt, orthostatische Hypotonie, EKG-Veränderungen, Delir, Atemstillstände)
·         Orale Kontrazeptiva (Hyperprolaktinämie)
·         Koffein (verstärkte Akathisie, Unruhe)
·         Nikotin (Absinken des Clozapin und Olanzapinspiegels um 20-100%)
·         Alkohol (Sedierung, Reaktionszeit, Atemdepression, EPS)
 
ANTIPSYCHOTIKA der 3. Generation:
·         Aripiprazol:                        Abilify
Indikation:
·         Schizophrenie
·         Kann Tics lindern
Pharmakodynamik:
·         Dopamin-System-Stabilisierer; D2-Blockade sowie partielle Dopamin-Agonismus
·         Partieller Agonist der 5-HT1A-Rezeptoren und Antagonist an den 5-HT2A-Rezeptoren
Dosierung:
·         Beginn mit 10-15mg einmal täglich; Steigerung langsam; nach 2 Wo bis auf 30mg/Tag
·         Resorption nicht durch Nahrung beeinflußt;
·         keine Dosisanpassung bei Leber-/Nierenleiden
Pharmakokinetik:
·         Dehydroaripiprazol= aktive Substanz; 40% der Ursprungssubstanz im Plasma;
·         Affinität zu D2-Rezeptoren
·         Lange HWZ; steady-state nach 14 Tagen
·         Durch CYP3A4 und 2D6 abgebaut
NW:
·         ZNS: Cephalea, Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität, Sedierung, Akathisie, EPS selten, Tremor
·         KV: orthostat. Hypotonie, minim. Veränderungen QT-Zeit
·         GI: Übelkeit, Erbrechen, kaum Gewichtszunahme
·         Endokrin: minimale Wirkung auf Prolaktin
·         Ausschlag
Absetzen der Medikation:
·         Ähnlich wie bei anderen AP
Vorsichtsmaßnahmen:
·         Bei bekannten kardiovaskulären Erkr., zerebrovask. Erkr. Oder Neigung zu Hypotonie
Überdosierung:
·         GI- und ZNS-Symptome; symptomatische Behandlung
Wechselwirkung:
·         Carbamazepin (verringerte Arip-Spiegel)
·         Fluoxetin, Paroxetin (erhöhte Arip-Spiegel)
·         Antimykotika (erhöhte Arip-Spiegel)
·         ZNS-dämpfende Substanzen (verstärkte ZNS-Dämpfung)
 
TYPISCHE ANTIPSYCHOTIKA= 1. Generation:
·         Sulpririd (Benzamid):                             Dogmatil                   > 6 J.
·         Haloperidol (Butyrophenon):               Haldol                       > 3 J.
·         Melperon ( ):                                            Buronil                     >12 J.
·         Pipamperon ( ):                                       Dipiperon
·         Zotepin (Dibenzothiepin):                                 Nipolept                   nicht empfohlen
·         Penfluridol (Diphenylbutylpiperidin)           Semap                       >12 J.
·         Pimozid ( ):                                                           Orap                          halbe Dosis
·         Chlorpromazin (Phenothiazin):                       Largactil                   > 5 J.
·         Fluphenazin ( ):                                       Dapotum                  >12 J.
·         Levomepromazin ( ):                              Nozinan                    >16 J.
·         Perphenazin ( )                                        Decentan                 nur Ausnahme
·         Promethazin ( ):                                      Phenergan               n.e. <2; streng >16 J.
·         Prothipendyl ( ):                                      Dominal                    Dos.empf. f. Säugl.
·         Chlorprothixen (Thioxanthen):                        Truxal                       > 3 J.
·         Flupentixol ( ):                                         Fluanxol                   >18 J.
·         Zuclopenthixol ( ):                                              Cisordinol                k. E.
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