facharzt - Piaget
   
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Piaget: kognitive Entwicklung im Kindesalter auf der Ebene von
 
Äquilibration (Suchen und Finden von Gleichgewicht),
 die sich unter den adaptiven Grundprozessen
Assimilation (Umweltgegebenheiten werden in ihrem Verständnis,
 Bewertung bisherigen Erfahrungen angepasst) und
Akkomodation (bei nicht mehr möglicher Anpassung müssen die
 Bewertungsschemata verändert werden)
 
(1)sensomotorisches Stadium (ca. 0-2 J.),

 
(2)präoperationales Stadium (ca. 2-7 J.),

 
(3) Stadium konkreter Operationen (ca. 7-11 J.),

 
(4) Stadium formaler Operationen (ab ca. 11 Jahren).
 
(1)Sensomotorisches Stadium
0-4 Monate: Modifikation von Reflexen; erste Koordination von Schemata (z.B. Saugreflex vs. intentionales Greifen und Saugen)
4-8 Monate: Koordination von Schemata; Erzielen von Effekten in der Umgebung (jedoch ohne Anzeichen von Mittel-Ziel-Koordination)
SCHEMA: Keine Suche nach verdeckten Objekten (Objektfortbestand nur nach perzeptueller Evidenz)
8-12 Monate: „intelligente“ Mittel-Ziel-Verbindungen
SCHEMA: Suche nach verdeckten Objekten, aber A-nicht-B-Fehler (prinzipieller Objektfortbestand ohne perzeptuelle Evidenz; mangelnde Differenzierung von Objekt und eigener Handlung: „Suche unter A und erziele einen interessanten Effekt“)
12-18 Monate: Problemlösen nach Versuch und Irrtum, aktives Experimentieren
SCHEMA: Suche nach Objekten dort, wo sie zuletzt gesehen wurden (Objektfortbestand ohne örtlich Anknüpfung an sein Verschwinden)
18-24 Monate: Entdeckung neuer Mittel durch mental repräsentierte Schemata; verzögerte Imitation; Symbolspiel
SCHEMA: unsichtbare Objektverlagerungen werden durch schlussfolgerndes Denken rekonstruiert (vollständige Objektpermanenz, systematische Suche)
 
2. Präoperatorisches Stadium
Bildung mentaler Repräsentationen von Zuständen und Ereignissen der Welt, jedoch Unfähigkeit Operationen über die Repräsentationen auszuführen; zahlreiche „Denkfehler“, „Egozentrismus“, z.B. Nichtkonservierung von Masse, Gewicht, Volumen und Zahl (z.B. Mengenkonstanz: hoher Pegel = viel, niedriger Pegel = wenig; Reversibilität des Umschüttens mental nichtmöglich; das Vorschulkind repräsentiert Zustände, das Schulkind Transformationen).
 
3. Stadium konkreter Operationen
Erwerb „logischer Operativität“ in Form von z.B.
Operationssystemen (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division),
Invarianz, transitive Schlüsse (A>B und B>C, was ist größer: A oder C?),
soziale Perspektivübernahme (kindliche Moral: Ereignisse werden nicht
 nach dem Schaden, sondern auch nach der Absicht beurteilt),
Überwindung des Animismus (unbelebten Objekten werden Gedanken,
 Ziele, Gefühle zugebilligt).
 
4. Stadium formaler Operationen
„Hypothetisches“ oder „theoretisches“ („wissenschaftliches“) Denken. Operationen werden nicht mehr nur auf Gegenstände, sondern auf Operationen angewandt (Beispiel: „Wovon hängt die Pendelfrequenz ab?“).
Grundschulkinder experimentieren unsystematisch, produzieren Effekte, oft ohne Hypothesen zu formulieren und zu überprüfen; wenn sie Hypothesen testen, manipulieren sie oft mehrere Variablen gleichzeitig und ziehen aus solchen „Pseudo-Experimenten“ ungerechtfertigte Schlüsse.
Ältere Kinder erstellen einen Lösungsplan, testen systematisch Ursachenfaktoren unter kontrollierten Bedingungen und interpretieren unvoreingenommen; Reflektionen über das eigene Denken.
„Nicht alle Individuen erreichen diesen Zielzustand, aber wenn er erreicht wird, bietet er die strukturelle Grundlage für alle komplexen geistigen Leistungen“.
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