facharzt - Psychopathologie
   
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Resch, Entwicklungspsycohpathologie- Psychopathologie:
 
1) Bewusstsein: 2 Dimensionen: Luzididät = Bewusstseinsklarheit und Vigilanz = Wachheit
Quantitative Beeinträchtigung (Bewusstseinstrübung)
Benommenheit: Schläfrigkeit und Verlangsamung, durch Ansprechen und Anfassen weckbar Somnolenz: stark verlangsamt, schläft spontan ein, nur durch lautes Ansprechen oder Anfassen weckbar, Artikilation schwierig, reflexe normal
Sopor: nur durch starke Weckreize weckbar, Muskeltonus herabgesetzt, spricht nicht mehr
Reflexe normal
Präkoma und Koma: nicht mehr weckbar, Reflexe gehen in den Stadien eins bis IV verloren, erst Haut und periphere Sehnenr., zuletzt Pupillenreflex.
Weisen auf Funktionsstörungen des Hirns hin (Gehirnerschütterung, nach epileptischen Anfällen, Entzündungen Hirn/Hirnhäute, Intoxikationen)
Qualitative Beeinträchtigungen:(Bewusstseinseinengung)
Delirium tremens: quantitative Bewusstseinsstörungen, Desorientiertheit; Unruhe; Ratlosigkeit (alsoVerwirrtheit), Inkohärenz des Denkens, illusionäre Verkennungen und Halluzinatorische Erlebnisse. Alkoholismus, durch atropinhaltige Gifte: Tollkirsche, Fliegenpilz, Kokain, Antidepressivaüberdosierung.
Dämmerzustände: inneres Erleben so im Vordergrund, dass Ansprechen auf äussere Reize vermindert. Epilepsie, Dissoziative Zustände, Panik
Dreamy state: desorientiert und unruhig, szenische Halluzinationen und illusionäre Verkennungen stehen im Vordergrund, schizophren Psychosen, Epilepsien, Intoxikationen (? Unterschied zu Delirium tremens?)
Verwirrtheit: Desorientiertheit, Unruhe, Ratlosigkeit
 
2) Antrieb:
Antriebsverminderung:
Antriebsarmut (Apathie)
Antriebsmangel
Antriebshemmung (Blockade)
Antriebssteigerung
 (Agitiertheit = thematische Einengung auf negativen Effekt: z.B. Angst, motorische Unruhe, und ungerichtete Aktivität,
Impulsivität = kognitive Ebene: Handlungsimpulse, motivationale E.. mangelnde Fähigkeit, Bedürfnisse aufzuschieben, affektive E.: ungezügelte Affektausbrüche, vegetative E.: gesteigerte Erregungsbereitschaft, somatische E.: ungezügeltes motorisches Verhalten)
Störungen des Antriebs:
Vermindert-gesteigert
Selektiv- global (einzelne oder alle Lebensfunktionen und –Äußerungen)
Situativ- pervasiv (situationsspezifisch oder unabhängig vom sozialen Umfeld)
 
3) Aufmerksamkeit:
selektive Orientierung der Wachheit auf bestimmte Inhalte des Wahrnehmungsfeldes. (kontrollierte versus automatische Reizverarbeitung)
kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit: benötigte Zeit, um einen Gesprächsinhalt zu erfassen oder ein Schlüsselsignal zu erkennen
selektive Aufmerksamkeit: Fähigkeit, sich nicht durch Störreize ablenken zu lassen
Teilung der Aufmerksamkeit: Fähigkeit, mehrere Prozesse parallel ablaufen zu lassen (telefonieren und was dabei aufschrieben)
Daueraufmerksamkeit: Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit auch bei monotonen Tätigkeiten
 
4) Psychomotorik:
Unwillkürliche motorische Verhaltensweisen, die unsere seelische Befindlichkeit widerspiegeln
Tics: rasche, unwillkürliche, nicht rhythmische Bewegungen, die gewöhnlich nur umschriebene Muskelgruppen betreffen. (motorische Ts.) Gebrauch obszöner Wörter: Koprolalie
Einfache motorische Tics: Blinzeln, Kopfruckeln, Schulterzucken, …
Einfache vokale Tics: räuspern, Quieken, grunzen..
Komplexe motorische Ts.: Berührung oder Beriechen anderer Leute oder Dinge, Körperverdrehungen, Kopf schlagen , sich kneifen….
Komplexe vokale Tics: Herausschleudern von Worten, Echolalie, Palilalie (Zwang eigen Sätze und Wörter zu wiederholen, immer leiser, immer schneller- Hirnschädigung, Tourette, Schizo. Autismus)
Stereotypien: = Äußerungen in Körperhaltung, Mimik oder Gestik, die über längere Zeiträume in immer gleichförmig wiederholten Bewegungsmustern aufrechterhalten werden. Subjektiv sinnlos und störend „unwillkürliche Bewegungsmuster mit Übergängen zu Ticphänomenen“ oder sinnhaft unterlegt bei rituellen Abwehr oder Sebstberuhigungsvorgängen.
Bizarre Verhaltensmuster: V.a. bei Schizophrenie, Pose: Einnehmen unüblicher Köperhaltungen, Manierismus: geziertes, stilisiertes, verfremdetes Gehabe, Echopraxie: automatenhafte Bewegungsimitation (Echolalie: echoartige Wort-und Satzwiederholungen) Katalepsie: bis zu stundenlanges Beibehalten einer unnatürlichen Haltung, bei katatoner (katatones Syndrom.: Stupor oder Erregung) Form der Schizophrenie-: meist unsägliche Unruhe, Angst und Selbstqual. Katatoner Stupor: Erstarren bei psychotischem Selbstverlust meist mit Mutismus. Raptus: Plötzlicher Bewegungssturm, aus Ruhe heraus. (DD reaktiver Stupor z.B. Angsterstarrung bei Katastrophe, affektiver Stupor- bei Depressio.)
Motorische Unruhe: meist Ausdruck einer Antriebssteigerung
 
4) Orientierung: Ort, Zeit, Situation, Person
Desorientierung versus Fehlorientierung
Räumliche Orientierung: bei 6 bis 7jährigen wie in Schläuchen, ab 8./9. Lebensjahr räumliche Beziehung zwischen Zielpunkten und Straßen vorhanden
Zeitliche O.: Ausbildung eines Zeitrasters für die Vergangenheit erst ab Ende Grundschulalter
Situative O.: erst ab Stadium der abstrakten Operationen voll gegeben (=Jugendlicher), erst dann gute situative Selbsteinschätzung möglich (aus Möglichkeit der Perspektivenübernahme anderer)
 
5) Wahrnehmung:
optisch, akustisch, olfaktorisch, gustatorisch, Körperwahrnehmung (Tast-Temperatur- Druck und Berührungs, Vibrations- Lage- Bewegungs- Gleichgewichtsempfindung), kategoriale Wahrnehmung von Dingen und Objekten) versus szenische (mehrere Objekte in deren Relationen sowie Ausschnitte von Aktionen werden wahrgenommen)Wahrnehmung
 
Quantitativ: Steigerung oder Minderung der Wahrnehmung geht von Taubheit/Blindheit bis Überempfindlichkeit der Schmerzempfindlichkkeit (Hyperalgesie), dazu gehören auch Störungen der Konzentration /Aufmerksamkeit, Ursachen eigentlich organisch ( Das Ganze auf Ebene der einzelnen Sinne- Sinnesbeeinträchtigung- Verminderung- oder Empfindungssteigerung oder globalen Sinnesbeeinträchtigung- Intensitätsänderung oder auch Gestaltänderung)
 
Qualititativ:   verfälschte wirkliche Wahrnehmung, tatsächlich Vorhandenes, wird für etwas anderes gehalten, als es tatsächlich ist (Mikro/Makropsien) , Gestaltveränderungen / Scheinbewegungen, falsche Schätzung von Entfernungen und Größen, Akoasien= Rauschen und Knacksen im Ohr, Nachhallphänomene, Leibgefühlsstörungen – Zoenästhesien, z.B. Taubheits oder Steifigkeitsgefühle, durch den Körper wandernde Schmerzherde, Elektrisierungsgefühle, Zug und Druckempfindungen im Körperinneren, Schrumpfgefühle, -Änderungen der Wahrnehmungsqualität auch bei Panik vorhanden…)  
 
 Auch qualtitative : Trugwahrnehmungen: Illusionen oder Halluzinationen
Halluzinationen sind Trugwahrnehmungen ohne reelles Substrat, Illusionen (oder illusionäre Verkennungen) sind Fehlerkennungen von realen Wahrnehmungsinhalten
Halluzinationen auf allen Sinnesgebieten, auch halluzinatorische Leibgefühlsstörungen möglich
Einfache/komplexe Halluzinationen (z.B. Flammenschrift an der Wand und Stimme Gottes)
Akkustisch: direkte Rede an Patienten. Beschimpfend, beratend (= kommentierend), befehlend (= imperativ), dialogisch
Entwicklungssicht: praktisch Sinnesverkennungen ab Kleinkind möglich! Abgrenzung zu spielerischen Phänomenen (Fantasiefreunden, Dialoge mit Sachen, Pflanzen..): ängstliches Erleben. Erst ab Grundschulalter (konkret operationale Entwicklungsstufe nach Piaget) durch direkte Exploration frühestens fest zu machen (etwas in mir spricht oder findet das…, Inhalte Monster, fremde Wesen, akkustische Halluzinationen) . Vorher Postulationen durch Verhaltensbeobachtung (im Alter bis 6 Jahren-präoperationales Denken) , ab 12 Jahren (formal operationales Denken), komplexe Halluzinationen wie bei Erwachsenen möglich wie bei Schizophrenie oder drogeninduziert!
 
Wichtig: Unterscheidung Halluzination/Vorstellungskonkretisierung
Halluzination: hoher subjektiver Realitätscharakter, z.B. Stimme von aussen, kann personifiziert und lokalisiert werden
 
Vorstellungskonkretisierung: Stimmen bleiben diffus, flüchtig, innen und aussen kann schwer festgemacht werden, manchmal szenische Darstellungen, in mehreren Sinnesqualitäten- z.B. drohende Gestalten, die etwas sagen oder wollen. Bei dissoziativen Phänomen /PTSD Abgrenzung Halluzination /Konkretisierung im Kindes/frühen Jugendalter oft schwierig!
 
Pseudohalluzinationen: Trugwahrnehmungen, die als solche erkannt werden, z.B. im Rahmen eines Drogenrausches, Wahrnehmungskontrolle bleibt erhalten
 
(Wahrnehmungsstörungen der Intensität und Gestaltänderungen können beginn eines schizophrenen Prozesses markieren, werden dann als Basissymptome bezeichnet
 
Wahrnehmungsstörungen können also organisch bedingt sein , gibt es auch bei psychiatrischen Erkrankungen reichend von akuter Belatstungsreaktion über PTSD über Persönlichkeitsstörungen bis psychotischem Erleben.
 
Sprachliche Kommunikation:
Aphasie: kann Laut und Schriftsprache betreffen, sowohl Verständnis als auch Fähigkeit sich zu äußern nicht vorhanden.
Expressive Sprachstörung: Sprachproduktion und Äußerung beeinträchtigt
Expressive Sprachstörungen:
Phonematische Paraphrasien: Veränderung der Lautstuktur der Laute. Z.B. Auslassungen, Hinzufügungen, Ersetzen von Lauten innerhalb eines Wortes.
Semantische Paraphrasien: Ersetzungen eines Wortes durch ein anderes , das der geplanten Mitteilung eigentlich nicht entspricht. (z.B. Apfel statt Birne) Im weitesten Sinn auch bei Wortfindungsstörungen, wenn statt dem Gemeinten immer das „Ding“ oder die „Sache“ gesetzt wird.
Neologismen sind Wortneuschöpfungen z.B. Bergtreter statt Wanderschuh
Agrammatismus. Kurze Sätze, die nur aus Inhaltswörtern bestehen (z.B. Ball haben)
Paragrammatismus falsche Grammatik der Beugung
Rezeptive Sprachstörungen:Störungen des Sprachverständnisses, immer an Entwicklungsstand und psychischer Verfassung festzumachen!
Sprechstörungen:
Dysarthrie: Beeinträchtigung von Kontrolle von Kraft, Bewegungstempo, /
Sprechapraxie: Störung der Sprechbewegungsabläufe
Stottern. Wiederholungen. Klonisch, Pressen : tonische Komponente
Poltern.  Hohe Sprechgeschwindigkeit mit gestörter Flüssigkeit der Sprache
Logorrhoe: Redefluss (Manie?)
Mutismus: redet nur mit Mutter …. Elektiv ( in bestimmten Situationen), oder immer (totaler Mutismus)
Elektiv: sehr häufig mit sozialer Phobie
Sprachstereostypien und Bizzarerien: relative Unfähigkeit, Sprache altersgemäß einzusetzen, bei tiefgreifender Entwicklungsstörung oder schizophrenen Psychosen typisch
 
Auffassung, Konzentration und Gedächtnis:
Formale Denkstörungen (ab Grundschulalter)
Verlangsamung oder Beschleunigung, oft mit Antrieb gekoppelt
Perseveration: an einem Thema „kleben“
 Verbigeration: sinnloses Wiederholen von Wörtern
Grübeln: dauerndes Beschäftigen mit Themen
Gedankendrängen : Gedanken drängen sich auf, nicht erwünscht
Ideenflucht : Vermehrung von Einfällen, Gedanken kaum leitbar (Hypomanie oder Manie)
Tangentiales Denken: Kontext der Fragestellung wird nicht verstanden (z.B. Unterschied zwischen Treppe und Leiter: ich wohne ebenerdig) aufpassen aufs Entwicklungsalter!
Gedankensperrung. Subjektiv aus Sicht des Patienten : Gedankenabbreissen oder Gedankenblockade
Faseln: nix passt mehr zusammen
Gedankenentgleisen. Findet nicht mehr zum Ausgangspunkt zurück
Zerfahrenheit. Vielfache Sperrungen
Formale Denkstörungen unter 12 Jahren beobachtbar, aber nicht phänomenologisch sicherbar!
(weitere: Denkhemmung, Umständlichkeit, Vorbeireden- nicht beabsichtigt!, Konkretismus- wörtlich nehmen, Begriffszerfall-Abgrenzung zu anderen Begriffen wird unscharf,
Selbstbezug:
Selbstwerstörungen: ab Grundschulalter, situationsabhängig/allumfassend, veränderbar/ hoffnungslos
Die nächsten eigentlich ab 12 Jahren
Körperschemastörung (häufig bei Jugendlichen mit Esstörung)
Depersonalisation: Erlebnis der Selbstspaltung: Teile gehören nicht zu mir, bin woanders, als in meinem Körper
Fremdbeeinflussungserlebnisse: ich bin unter fremder Kontrolle
Gedankenentzug: andere nehmen mir Gedanken weg,
Gedankenausbreitung: alle kennen meine Gedanken, und beeinflussen sie
 
Realitätsbezug:
Nur in gegenseitigem Verstehen , überindividuell- kulturell gültig
Störungen der Realitätskontrolle. Erlebnisse und Ansichten werden für wirklich gehalten, die mit anderen Menschen nicht geteilt werden können.
Wahnideen: unvergleichliche subjektive Gewissheit
Unkorrigierbarkeit ( Unbeeinflussbarkeit durch logische Schlüsse und Erfahrung anderer)
Unmöglichkeit des Inhaltes
Wahnarbeit. Ausgestaltung des Wahns unter Einbezug von Erfahrungen /Erinnerungen
Drei Stufen der Wahnwahrnehmung:
Stufe 1: Wahnstimmung/Wahnbereitschaft: Grunderwartung, durch Angst, Misstrauen und Unheimlichkeiten gekennzeichnet. Derealisation. Erlebt sich wie in einem Traum, als ob Wirklichkeit nicht wirklich ist , Diskontinuität zu bisherigem Erlebten, jedoch Realitätskontrolle aufrecht. Abnormes Bedeutungsbewußtsein: Die Blätter fallen im Herbst vom Baum. Uns allen ist der Tod beschieden
 Stufe 2: Wahngewissheit: Anmutungserlebnisse mit besonderer Eigenbeziehung:- Dass Blätter vom Baum fallen, gilt mir
(?) Wahnsystem Stufe 3: Anmutungserlebnisse mit unverrückbarer Bedeutung: Dass die Blätter vom Baum fallen, wurde extra für mich gemacht, um mir ein Zeichen zu setzen
 
Entwicklung: Wahnphänomene erst ab Gewissheit einer Hauptrealität (ab dem 5.-7. Lebensjahr) , weiteres Kennzeichen ist Einsamkeit und Nichtkommunikation (Kind lässt sich nicht von Realität der Erwachsenen beruhigen/überzeugen), gewisser Grad an Autonomie und Abkapselung vorhanden. Im Kindesalter selten, bei schizophrenen Eltern möglich: folie a deux Kinder übernehmen Weltsicht ihrer Eltern
Wahnphänomene ab Jugendlichenalter häufiger: affektive/ schizoaffektive , schizophrene Psychosen, Drogen, Schockerelbnisse
Juxtaponierter Wahn: Wahngebäude, neben dem ein normaler Realitätsbezug möglich
Unsystematisierter/systematisierter Wahn
Thematische Wahnarten:
Beziehungswahn ( alles bezieht sich auf Pat., Sonderformen: Liebeswahn, Eifersuchtswahn), Verfolgungswahn, Schuld oder Versündigungswahn, Größenwahn, Abstammungswahn, Verarmungswahn, Krankheitswahn (Dysmorphophobie), Weltuntergangswahn, Schwangerschaftswahn, Dermatozoenwahn….
 
Srörungen des Affektes
Ambitendenz: Ausgeprägte Ambivalenz der Gefühle, macht handlungsunfähig
Affektarmut: Mangel oder Verlust der emotionalen Schwingfähigkeit
Affektverflachung: Störung der affektiven Beteilung bei schizophrenen Syndromen
Affektstarre: Stimmung und Affekte werden unabhängig von der äußeren Situation rigide aufrecht erhalten.
Affektlabilität: rascher Stimmungswechsel
Affektinkontinenz:  Mangel an Affektsteuerung
Parathymie: z.B. Lachen bei Todesfall
Immer entwicklungsbezogen zu beurteilen
 
Störungen der Befindlichkeit/Stimmung:
Depressive Stimmungslage: übersteigerter Kummer/Traurigkeit, manchmal mit Gefühl der Versteinerung/Leere, Schuldgefühle, mangelnder Selbstwert
Dysphorische Stimmungslage: gereizte Missstimmung, ärgerlich, vergrämt, verbissen, leicht reizbar, griesgrämig
Euphorische Stimmungslage: heiter, fröhlich, begeisterungsfähig, zuversichtlich, optimistische, Leichtigkeit in Lebensfragen, übergeordenetes
Manisches Syndrom: Steigerung des Antriebs, Schlafmangel , kognitive Veränderungen (Schmieden fantastischer Pläne), Überzeugung von Kraft und leistungsfähigkeit, volle Ausprägung auch mit Ideenflucht/formalen und inhaltlichen Denkstörungen
 
Affizierbarkeit:
Emotionale Ansprechbarkeit auf den situativen Kontext, im psitiven negativen Skalenbereich, beiden Skalenbereichen…
(affektive Störungen. Mischzustand: entsprechende Elemente gehen nicht mit erwarteter Stimmungslage konform
Mischbild: Wechsel der Stimmung – Manie und Depression- innerhalb von Minuten bis Stunden: rapid cycling
Mischbild: Wechsel unterschiedlicher Stimmungen UND unterschiedlichen Aufbauelementen affektiver Syndrome innerhalb Minuten bis Stunden
 
Depression bei Kleinkindern oft mit Schlaflosigkeit, Irritabilität, psychosomatischen Symptomen, Spielhemmung, Appetitmangel/Steigerung, Kontaktarmut, Lustlosigkeit,, Schulphobie
 
Angst:
Pathologisch:
Persistenz (besteht lang nach auslösendem Moment)
Intensität
Anlassgeneralisierung
Angstthemen:
0-6 Monate. Aversive Reize
6-9Mo. Fremdeln
9-25 Mo-. Alleine sein
2-5 Jahre. Umweltangst (Einbrecher, Hunde, Dunkel, Gewitter)
6-9 Jahre. „Sozialisationsangst“ (?) (Schule)
9 -12 Jahre: Realangst ( Tod, Krankheit)
 12-14 Jahre. Reifungsangst
über 14 Jahre: Existenzangst
Panikattacken: beginnen abrupt, dauern einige Minuten
Schulphobie: Angst, unabhängig von der Schule, meist Trennungsangst
Schulangst: konkrete Angst vot der schule. Lehrer, Situationen, Schüler
Schulvermeidung. oft dissoziale Störung
 
Zwang:
Zwangsgedanken (obsessions): Gedanken, Impulse, Bilder
/Zwangshandlungen (compulsions)
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